Das böse böse Internet
Da sieht man mal wieder wohin es führt, wenn jeder einfach so seine Meinung in die Gegend posaunen kann:
www.welt.de/welt_print/article2691903/Im-Schleppnetz-der-Freiheit.html
Wenn ich ehrlich bin - von einer Springer-Publikation hätte ich auch nicht wirklich etwas anderes erwartet (deshalb gibt es auch keinen Link dorthin - muß ja nicht unbedingt sein...).
Lest und bildet Euch einfach selbst ein Urteil.
www.welt.de/welt_print/article2691903/Im-Schleppnetz-der-Freiheit.html
Wenn ich ehrlich bin - von einer Springer-Publikation hätte ich auch nicht wirklich etwas anderes erwartet (deshalb gibt es auch keinen Link dorthin - muß ja nicht unbedingt sein...).
Lest und bildet Euch einfach selbst ein Urteil.
virtualmono - 11. Nov, 19:55
802 mal gelesen
Dass hiermit irgendjemand im Sinne des Autors beeinflusst wird, glaube ich auch nicht. Was ist überhaupt der Sinn des Artikels? Das war mir beim Überfliegen eh nicht ganz klar.
Übrigens steht er mit dieser (verschriftlichten) Meinung überhaupt nicht allein da. ;-) Seine Kollegen sehen das häufig ähnlich.
Noch mehr übrigens: Ich glaube auch nicht, dass die Blogger hier die "Guten" sind.
Auch schön:
In den unredigierten Boards von CNN konnten jüngst interessierte Kreise ungeprüft das Gerücht vom Herzinfarkt des Apple-Managers Steve Jobs lancieren. Der Aktienkurs brach prompt kurzfristig um knapp sechs Prozent ein. Die Urheber haben sich wahrscheinlich an der Börse eine goldene Nase verdient.
Das Letzteres eben nicht zutrifft konnte man vor mehr als zwei Wochen schon hier nachlesen. Wie wäre es denn mal mit fünf Minuten Recherche, bevor man sich selbst aufs dünne Eis der "gezielten Desinformation" begibt die man gerade bekrittelt?
Und - was bitteschön soll das, selbst Obamas Wahlsieg als Negativbeispiel darzustellen?
Er umging mit seiner Informationsstrategie auch systematisch die klassischen Medien, indem er seine Botschaften über Internet-Blogs verbreitete, TV- und Radiosender also zwang, diese wiederum im Nachgang zu zitieren und damit die bislang übliche Kette der Informationsvermittlung zu umgehen. Klassische redaktionelle Verarbeitung und handwerklich regelgerechte Präsentation der Information war so erst möglich, wenn die "Information" längst verbreitet war.
Was daran jetzt wirklich schlecht sein soll, wenn man Informationen unverfälscht aus erster Hand erhält, das will sich mir beim besten Willen nicht erschließen. Könnte es sein, daß da einfach jemand stocksauer ist, weil die traditionelle Medienlandschaft schlicht den Onlinezug verpaßt hat und jetzt greinend am Bahnsteig steht?