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Zitat des Monats

Freitag, 18. September 2009

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And in the end, it's not the years in your life that count. It's the life in your years.

Abraham Lincoln

Montag, 7. September 2009

Zitat des Monats

Es ist wirklich bemerkenswert, daß ein durchschnittlicher Zehnjähriger heutzutage noch nie ein Hörerlebnis gehabt hat, das über die Qualität von extrem datenreduziertem und dynamisch überkomprimiertem MP3-Sound hinausgeht. Eine größere Programmdynamik wird demnach mittlerweile von diesen Kindern als falsch interpretiert. Im Grunde ist es eben auch so, daß die Menschheit an sich, sich ganz stark über Musik definiert. Aus ganzheitlicher Sicht ist es eine fatale gesellschaftliche Fehlentwicklung, wenn sich die Ohren im Laufe der Zeit so dermaßen degenerieren, daß die Menschheit sich über eine emotional tote, ausgequetschte und verzerrte Musik definiert. Das kann einfach nicht gut sein!

Friedemann Tischmeyer, Gründer der Pleasurize Music Foundation (PMF), einer non-Profit-Organisation, die sich dem Kampf gegen den "Loudness War", die ständig fortschreitende Lautheitsentwicklung in der Musikproduktion verschrieben hat, in KEYS 10/09

Ganz meine Meinung.

Aufnahmen wie die legendäre "Tricycle" von Flim & The BB's aus dem Jahr 1983, als die CD gerade erst eingeführt wurde zeigen geradezu dramatisch, welche unglaubliche Dynamik bei digitalen Aufnahmen (es handelt sich um eine der damals noch seltenen DDD-Produktionen, wobei das Augenmerk darauf lag die neue Technik wirklich auszureizen) möglich ist.
Leider geht die Entwicklung bei aktuellen Produktionen tatsächlich in eine vollkommen falsche Richtung, sodaß von der Dynamik der Musik im Endeffekt nichts mehr übrigbleibt - wenn man sich so manche Wellenformdarstellung ansieht, dann hängt einfach nur noch alles bis zum gehtnichtmehr am Anschlag.

Es ist an der Zeit, hier die Notbremse (vor allen Dingen auch bei sich selbst) zu ziehen und sich wieder ein natürliches Verständnis von gutem Klang zu erarbeiten - Stichwort Hörgewohnheiten: Eine CD, über gute Wandler (nicht etwa auf dem 79-Euro-DVD-Player wiedergegeben!) gehört, klingt eben mit Sicherheit anders als das entsprechende MP3 über die "Brüllwürfel". Und auch Vinyl hat da durchaus heutzutage noch seine Berechtigung - wenn man es nicht mit dem 99-Euro-USB-"Plattenspieler" vergewaltigt, sondern auf einem 30 Jahre alten High-End-Laufwerk wiedergibt. Das Zeug ist schließlich viel zu schade, um in irgendeiner Ecke zu verstauben.
Es bleibt einem ja unbenommen, sich die Platten dann mit - wenn man es einmal realistisch betrachtet - diesem nur minimal höheren technischen Aufwand für den Alltagsgebrauch auf CD zu überspielen. Und notfalls auch noch in MP3 zu konvertieren.
Die Kinder, die nichts anderes mehr kennen, die können uns "Oldies" allerdings nur leid tun.

Mittwoch, 19. März 2008

Zitat des Monats

Wir versuchen auf jeden Fall, den Sound schon bei der Aufnahme zu designen. Musik wird schließlich vor dem Mikrofon gemacht und da muss man eben von den Instrumenten über die Spielweise bis zur Mikrofonierung entsprechend auswählen und zu Beginn entscheiden. Dies nachher im Mix noch grundsätzlich zu ändern, funktioniert nicht.

Bernd Wendlandt, Valicon Producer Forum in Keys 04/08

Auch wenn das viele nicht glauben - das gilt analog nicht nur für Gesangs- und Instrumentalaufnahmen mit Mikrofonen, sondern auch für elektronische Musik: Taugt ein Klang von Anfang an nicht, dann wird das nachträglich auch mit dreihundert Kilo Plugins nichts mehr. Auch wenn das in der Zeit der ewiggleichen Samples (sei es aus Libraries oder direkt aus dem on den 90ern so beliebten ROMplern) ein wenig in Vergessenheit geraten war - es gab und gibt durchaus so etwas wie einen eigenständigen Grundsound bei Synthesizern.

Der Vorteil - spätestens seit der Midifizierung - den wir gegenüber einer "normalen" Aufnahme natürlich haben ist die Möglichkeit, Instrumente dann doch im Extremfall erst im Mix mal eben auszutauschen (wie Lotiot schon so treffend bemerkte: Theoretisch kann ein Trompeter auch in eine Geige blasen). Segen oder Fluch - so ganz sicher bin ich mir da allerdings selbst manchmal nicht mehr.

Sonntag, 13. Januar 2008

Zitat des Monats

These instruments were designed for people to use - for people to use. You know - it's just a tool, another tool, the way an axe is a tool: An axe can be a tool to cut wood to build a house or can be a tool to slaughter your neighbor. The same thing: A syntesizer can be a tool to really hurt people's ears and interfere with their lives or can be a tool to make a really nice sounding instrument that can really affect people in a positive way. It all depends on the person that's using it.

Herbie Hancock, 1983 (siehe Video unten) auf die Anmerkung, dass trotz der ganzen Elektronik immer noch das afrikanische Blut in der Musik zu spueren sei.

Genau, das predige ich auch immer, wenn die Rede auf die "kalte elektronischen Musik" kommt, und dass das doch keine Instrumente seien, sondern Computer...



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Donnerstag, 13. September 2007

Zitat des Monats

"Das ist so wie beim Sex: So wie es viele Orte gibt, wo man vögeln kann, gibt es auch viele Entstehungsgeschichten. Es gibt alle möglichen Spielarten und keine Regeln. Bei beiden Sachen kommen Kinder raus."

Lukas Hilbert im Interview in Keys 10/07 auf die Frage, ob bei seinen Songs die Musik oder der Text zuerst da ist.

Einerseits richtig, andererseits hat ein wenig analytisches Vorgehen noch nie geschadet - schließlich ist Musik auch Mathematik ;-)

Mittwoch, 13. Juni 2007

Zitat des Monats

"Heutzutage darf man sich nicht versklaven lassen, all die technischen Geräte sind doch nur Werkzeuge. Am Anfang steht die Komposition, die muss stimmen. Wenn der Keller schlecht ist, nützt das Gespachtel am fünften Stockwerk auch nichts mehr. Da können die Samples noch so hohe Qualität haben."

Harold Faltermeyer im Interview in Keys 7/07

Das kann ich eigentlich uneingeschränkt unterschreiben. Mir war vor 20 Jahren schon klar, daß da langsam aber sicher ein Overkill auf uns zukommt - zu viele Möglichkeiten können nämlich sehr schnell vom Wesentlichen ablenken. Die ganze Technik verhilft einem nicht zu mehr Kreativität. Sicherlich lasse ich mich auch gerne mal von einem Klang inspirieren, aber trotzdem kommt es eigentlich mehr "von innen heraus".

Nichtsdestotrotz - die Technik sollte einfach da sein und funktionieren. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn man sich ständig über irgendwelche technischen Unzulänglichkeiten ärgern muß - seien es brummende Kanäle am Mixer, für den Zweck ungeeignete Mikrofone oder immer im ungeeignetsten Moment abstürzende Software (vorzugsweise dann, wenn man gerade zwei Stunden gearbeitet hat ohne zwischendurch zu sichern).

Deswegen fliegen "wackelig" laufende Plugins bei mir im Regelfall schneller wieder vom Rechner als sie installiert waren. Man fährt ja schließlich auch nicht mit angesägtem Bremszug durch die Gegend, oder?

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