Samstag, 4. Juli 2009

Neusprech vom Feinsten

Da das Internet international sei, müsse überlegt werden, ob alle Europarat-Staaten technische Web-Blockaden implementieren sollten, sagte Boer-Buquicchio. Sie denkt dabei nicht an gesetzliche Verpflichtungen, sondern an freiwillige Vereinbarungen auf Basis "öffentlich-privater Partnerschaften". Zudem müssten bei den Sperren die Grundsätze der Meinungsfreiheit berücksichtigt werden.

Ja ne, is klar... so langsam frage ich mich wie lange es noch dauert, bis Orwell mit Lichtgeschwindigkeit im Grab rotiert.

Freitag, 3. Juli 2009

Zwischenstand

Falls jemand schon wieder mit den Füßen scharren sollte - Teil 5 6 ist in Arbeit, wird aber vor Freitag Abend wohl nicht fertig werden, da ich augenblicklich mal wieder ziemlich "schräg" arbeite und endlos schlafen könnte (wie pflegte meine Großmutter immer zu sagen: "Abends nicht rein, morgens nicht raus..." - aber das war ja schon zur Schulzeit so).

P.S.: Offiziell heißt das bei uns "Sommergleitzeitregelung"

Dienstag, 30. Juni 2009

Und während wir...

... uns entspannt bei einer Tüte Chips und einer Flasche Cola zurücklehnen, demontiert sich die Politik munter immer weiter - klassisches Eigentor würde ich sagen.

Woran man merkt, daß es Sommer ist (002)

- Man kann den ganzen Tag über so viel trinken wie man will (literweise Wasser und Saft), ohne daß man je zur Toilette müßte.

- Während ich mich pudelwohl fühle, wenn ich mich erst einmal ein paar Tage an die Temperaturen gewöhnt habe stöhnen alle um mich herum, wie heiß es doch sei.

Montag, 29. Juni 2009

Ätsch!

Sie werden sich wünschen, wir wären politikverdrossen

72 Stunden Wien - Teil 5

Donnerstag, 11. Juni

Nachdem wir uns am Vorabend nach der Heimkehr noch ein wenig an Herr Steppenhunds Bösendorfer vergnügt haben (wobei ich sagen muß, daß ich den Wodka-Genuß durchaus gemerkt habe... die Treffsicherheit auf der Klaviatur war dann doch schon etwas eingeschränkt), ist für mich am Donnerstag erst einmal ausschlafen angesagt - so ist es schon weit nach zehn Uhr, als ich zum Frühstück nach unten komme.
Der Meister befindet sich allerdings schon seit einiger Zeit in der Küche, um das Festmahl vorzubereiten - schließlich ist heute Feiertag - und schält eifrig Karotten. Der Braten ist bereits seit einigen Stunden im Rohr. Zum Frühstück gibt es Bruckner, eingespielt vom Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks (ich war dort zur Schulzeit mal auf einer Probe und bin seitdem - wie kaum jemand wissen dürfte, außer unserem damaligen Musik-Leistungskurs - auch Bruckner-Fan).

Ich brauche heute früh viel Kaffee, um überhaupt in Gang zu kommen - aber das schöne am Wodka ist, daß er keinen Brummschädel macht. Zum Mittagessen ist dann Familie Steppenhund Junior auch mit dabei - es erübrigt sich besonders zu betonen, daß es vortrefflich gemundet hat - kochen kann der Steppenhund also auch noch vorzüglich (das war aber nach einigen seiner diesbezüglichen Blogeinträge in der Vergangenheit auch zu befürchten ;-)).

Nach dem Mittagessen führe ich noch das TenoriOn vor - ich hatte kürzlich ein ganz nettes Lied mit dem Fokus aufs Klavier "eingetippt", da der Herr TI neulich zu mir meinte "immer wenn ich so am Computer sitze oder so etwas sehe, dann denke ich mir: Eigentlich will ich ja nur Klavier spielen". Nebenbei erfahre ich, daß das Schlagzeug im Wohnzimmer dem Sohn gehört (ist es nicht erstaunlich, daß die Affinität zur Musik anscheinend immer in der Familie weitergegeben wird?).

Am Nachmittag ist dann erst einmal eine eche Ingenieursleistung gefragt: Der Dynamo an Frau Columbos Fahrrad ist defekt. Ersatz liegt bereit, und so machen wir uns daran, das Licht wieder funktionsfähig zu bekommen.
Der Dynamo selbst war schnell getauscht, und das Rücklicht funktioniert dann auch wieder, aber der Scheinwerfer will einfach nicht leuchten. Mit dem Multimeter bewaffnet machen wir uns auf die Fehlersuche, aber es gestaltet sich nicht so einfach. Die Glühbirnen haben Durchgang, vom Anschluß am Dynamo bis nach vorne kommt allerdings nichts - doch, ein mickriges Strömchen läßt sich messen, aber das reicht nicht für die Erleuchtung. Es stellt sich schließlich nach diversen Versuchen und Eingrenzen der Fehlerquelle durch gezieltes Setzen der Meßpunkte heraus, daß offenbar die Leiterbahn im hinteren Schutzblech korrodiert ist und ihren Namen somit nicht mehr mit voller Berechtigung trägt - an sich eine nette Sache gegen den Kabelsalat am Rad - sodaß wir diese dann doch mit einem Stück zusätzlichem Kabel umgehen müssen - und siehe da: Es ward Licht!

Wir überlegen noch kurz, ob wir den späteren Nachmittag noch etwas unternehmen wollen, kommen aber beide zu dem Schluß, daß wir den Feiertag lieber am Abend gemütlich beim Heurigen ausklingen lassen werden.

Bei einer weiteren Tasse Kaffee zeige ich Herrn Steppenhund dann noch (ansatzweise, denn das Programm mit allen seinen Funktionen komplett zu durchblicken maße ich mir selbst nach mittlerweile neunzehnjähriger Erfahrung mit C-Lab / Emagic / Apple-Sequencern nicht an, so beschränke ich mich in der Kürze der Zeit aufs Vorführen der virtuellen Instrumente) Logic, mein Leib- und Magenprogramm, mit dem ich gerne viel mehr Zeit verbringen würde, als mir meistens möglich ist. Es ist schon faszinierend, was man heutzutage alles nur mit dem Computer machen kann, wozu es früher ganze Räume voller Instrumente und Kabelage brauchte...

Am Abend machen wir uns dann auf den Weg nach Perchtoldsdorf. Frau Columbo begleitet uns noch zwei Drittel des Weges mit dem Hund und kehrt dann wieder um, und wir verabschieden uns dann schon einmal, da sie an den kommenden Tagen arbeiten muß und wir uns wahrscheinlich bis zu meiner Abreise nicht mehr sehen werden. Jean Luc schaut uns noch lange nach und bewegt sich nicht von der Stelle, sondern warte, bis wir schließlich hinter der Wegbiegung endlich aus seinem Blickfeld verschwunden sind - der Hund ist eben ein Rudeltier und versteht es nur schwer, wenn das Rudel sich plötzlich trennt.

Zunächst gilt es, sich zu orientieren wo wir denn überhaupt einkehren können:

Ausgsteckt is

Es geht weiter am Rathaus...

Rathaus

... und der Kirche mit dem Wehrturm vorbei...

Wehrturm

... der übrigens mit seinen 60 Metern Höhe der mächtigste Wehrturm der Spätgotik im deutschen Sprachraum ist und von 1450 bis 1521 in zwei Etappen erbaut wurde.

Schließlich landen wir dann beim 38er:

38er

38er

Wir lassen es uns bei Wein, Wasser und herrlichen Speck- und Fleischknödeln mit Kraut für heute bereits zum zweiten Mal richtig gutgehen, und natürlich ist es bereits dunkel, trotzdem muß ich noch den wunderschönen Garten fotografieren - man sieht hier allerdings nur einen kleinen Teil zum Eingang hin...

38er Garten

... bevor wir uns schließlich wieder auf den Heimweg machen.

Da wir Frau Columbo nicht stören möchten, die sich wegen des frühen Aufstehens am nächsten Tag erwartungsgemäß bereits zu Bett begeben hat fällt das Klavierspielen heute Abend aus - wir sind aber auch beide müde genug, um ebenfalls direkt zu Bett zu gehen.

Im nächsten Teil gibt es dann schließlich den Bericht vom streng geheimen Bloggertreffen. Das zweite, noch geheimere Treffen werde ich aussparen, da es ganz privat war - aber die Teilnehmer wissen ja sowieso Bescheid ;-)

Sonntag, 28. Juni 2009

72 Stunden Wien - Teil 4

Mittwoch, 10. Juni

Nach der Mittagspause begebe ich mich wieder auf Wanderschaft im 1. Bezirk. Es gibt allein hier so viel zu sehen, daß ich stundenlang nur durch die Gegend laufen könnte und immer wieder etwas neues entdecke. Ich starte also erneut beim Museumsquartier:

Museumsquartier

Park

Von der Straße aus hat man auch nette Ausblicke (die folgenden Bilder entstanden allerdings teilweise schon vormittags, wie an den dunklen Wolken leicht erkennbar ist):

Gebäude

Pferde scheinen ja in Wien eine besondere Rolle zu spielen, man begegnet ihnen wo man geht und steht...

Denkmal

... und in Verbindung mit dem Himmel bekommt so mancher Reiter schon beinahe etwas apokalyptisches:

Denkmal

Ich bewege mich quasi auf meinen eigenen Spuren vom Vormittag weiter, schlage dabei aber immer wieder den einen oder anderen Haken...

Albertina

Dieser Geselle macht dann schon einen freundlicheren Eindruck:

Albertina

Vor der Staatsoper wird anscheinend die Probe auf einem großen Bildschirm live nach draußen übertragen:

Staatsoper

Dort um die Ecke:

Brunnen

Hallooooo... Hotel Sacher... Portier:

Sacher

Beim Stephansdom braucht man eigentlich ein Weitwinkelobjektiv, sonst paßt er einfach nicht aufs Bild - daher gibt es hier nur ein paar Impressionen von "drumherum":

Spiegelung

Manner-Schnitten gibt es in Deutschland auch, aber natürlich nicht das stilechte Geschäft mit dem farblich passenden Fiaker:

Manner

Fiaker hat es ja sowieso reichlich - aber die passen auch ideal in diese Kulisse:

Fiaker

Dieser kleine Kerl läßt sich von alledem nicht beeindrucken und spaziert seelenruhig vor meiner Linse herum:

Vogel

Zwischendurch ruft mich der Gastgeber an und teilt mir mit, daß er inzwischen für den Abend Theaterkarten reserviert hat - an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an seinen Sohn für diesen hinreißenden Tip, später dazu mehr.

Bei meiner ersten Runde hatte ich bereits Wegweiser zum Haus der Musik gesehen - und wo sonst sollte es einen Musiker wohl ganz besonders hinziehen? Ich versuche also, mich erneut auf meine eigenen Pfade zu begeben, was mir auch - inzwischen habe ich den Stadtplan organisiert - mühelos gelingt, und begebe mich ebendorthin. Sehr symphatisch: In der Eingangshalle steht ein Flügel mit dem Hinweis "Wenn Sie Klavier spielen möchten, dann fragen Sie an der Kasse" - was für ein Service. Den nutze ich in diesem Fall aber nicht, sondern begebe mich auf den Rundgang durch dieses beeindruckende Museum. Es gibt allerlei zu bestaunen und auszuprobieren: An einem Würfeltisch kann man zum Beispiel einen Wiener Walzer durch mehrmaliges Würfeln mit einem blauen (für die Baßstimme) und einem roten (für die Melodiestimme) Würfel komponieren. Es gibt zu vielen bedeutenden Komponisten jeweils einen eigenen Raum, wo entsprechende Musik läuft und man sich umfassend über das Leben und Schaffen der Herren informieren kann.
Außerdem gibt es einen Gang mit allerlei informativen Dingen rund ums Gehör - hier hole ich mir auch das erste Frustrationserlebnis des Tages: Meine Ohren hören nur noch bis ca. 15,5 kHz... naja, dann muß das eben reichen - denn an einem der Terminals kann man seine Hörgrenze bestimmen.
Zwei Stationen weiter wird das psychoakustische Phänomen der Shepard-Tonleiter vorgeführt - faszinierend! Ich glaube, das muß ich mal in einer der nächsten Kompositionen verwenden.
Das unvermeidliche Neujahrskonzert der Philharmoniker wird in einem Kinosaal ebenfalls dargeboten. Weitaus interessanter finde ich allerdings, daß es auch moderne Interpretationen von Bach zu hören gibt, sowie die Geräusche aus aller Welt. Ich hätte gut und gern noch ein bis zwei Stunden länger hier verweilen können, aber es geht inzwischen auf 19 Uhr zu, und so muß ich den Raum mit der Kompositionsmaschine leider im Schnelldurchlauf hinter mich bringen.

Mit dem Stadtplan bewaffnet mache ich mich auf den Weg zum Theater in der Drachengasse, wo wir uns für ca. 19:30 verabredet haben. Wir nehmen zur Erfrischung noch ein Bier und schauen uns dann Genannt Gospodin an und amüsieren uns königlich.

Anschließend kehren wir noch in einem russischen Lokal ein, speisen vorzüglich und - wie das bei Russen so üblich ist - nehmen noch den einen oder anderen Wodka dazu, um schließlich gegen Mitternacht mit der U-Bahn wieder heimzufahren. Insgesamt war das ein rundherum gelungener Tag, für den ich mich beim Herrn Steppenhund herzlichst bedanken möchte.

Im nächsten Teil wird es dann etwas gemütlicher ;-)

Samstag, 27. Juni 2009

Mitteilung in eigener Sache

Wer gerne Live-Musik hört und auch öfter "kleinere" Konzerte bei lokalen Veranstaltern und Clubs besucht, der tut das sicherlich aus mehreren Gründen: Einerseits natürlich um der Musik Willen, die gerade abseits vom Mainstream und der großen Hallen mit zigtausenden Besuchern ihre ganz besonderen Reize hat, andererseits auch deshalb, weil man vielleicht weder gewillt noch in der Lage ist, für ein Konzert mittlerweile bis zu dreistellige Eurobeträge für den Eintritt hinzulegen.

Mit den kleinen Konzerten könnte es aber bald vorbei sein, wenn die GEMA mit ihrem dreisten Plan, die Gebühren für Live-Musik um satte 600% !!! zu erhöhen durchkommt. Die eigentliche Schweinerei dabei ist, daß bei den auftretenden Musikern davon im Endeffekt wenig bis gar nichts ankommt, denn das Geld wandert ja zunächst in einen einzigen großen Topf und wird dann nach einem ominösen Verteilschlüssel, der sich aus Radiopräsenz bei den großen Sendern (welche kleine Band hat das schon?) und Chartplatzierungen (dito) zusammensetzt ausgeschüttet, sodaß letztendlich wieder nur die "Großen" etwas davon haben.

Sollte das tatsächlich so durchkommen, dann werden sicherlich etliche kleine Veranstalter keine Konzerte mehr durchführen können oder aber die Eintrittspreise saftig erhöhen müssen, um zu überleben.

Deshalb hier auch noch einmal der Aufruf, die Petition anzuschauen und mitzuzeichnen. Die 50000 Zeichner, die bis zum 17. Juli notwendig sind, damit der Bundestag sich überhaupt damit beschäftigt sind zwar schon erreicht, aber je mehr desto besser.
Es wäre schön, diesen dreisten Plan gemeinsam verhindern zu können und dem Monopolist GEMA zu zeigen, dass er nicht allmächtig ist.

Warum die SPD...

... bei der Bundestagswahl total abkacken wird:

Unter Anderem deshalb, weil sie solche überaus "fähigen" AbgeordnetenInnen im Bimbestag sitzen hat... einfach ohne Worte. Diese Tatsache wiederum finde ich absurd.

Da das Internet...

... sowieso schon mit Meldungen zu Michael Jacksons Ableben zugespammt ist schreibe ich dazu nichts, sondern verweise ganz einfach auf den genialen Cartoon bei ahoipolloi.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Update zum Akku

Ich habe tatsächlich über unseren Lieferanten kostenlos den defekten Akku ausgetauscht bekommen - manchmal hat es seine Vorteile, wenn man Großkunde ist :-)

Die "Seele" des neuen Teils ist übrigens nicht - wie der nach einem Jahr verschiedene - vom Hersteller mit den vier Buchstaben, sondern von der Konkurrenz mit ganz ähnlich klingendem Namen mit fünf Buchstaben - honi soit qui mal y pense...

72 Stunden Wien - Teil 3

Mittwoch, 10. Juni

Ich habe einfach herrlich geschlafen, bin einigrmaßen pünktlich um halb acht wieder wach (wenn das doch außerhalb des Urlaubes auch so einfach wäre...) und wie vereinbart dann kurz nach acht zum Frühstück unten. Ganz entgegen meiner Gewohnheit esse ich Marmelade, denn es gibt diese wunderbare Orangenmarmelade - die muß ich auch unbedingt mal wieder auf den Einkaufszettel setzen. Um 9 Uhr geht es dann los Richtung Innenstadt - zunächst mit dem Taxi zur U-Bahn, dann noch fix ein Ticket lösen. Für alle die sich schon die ganze Zeit gefragt haben, warum diese Serie "72 Stunden Wien" heißt: Ganz einfach - genau so heißt die Fahrkarte, welche von nun an für genau 72 Stunden lang gültig sein wird. Der Gastgeber gibt mir eine kurze Einführung über die Aufteilung der Stadt in die Bezirke, erklärt geduldig die Stationen und Gebäude, die wir passieren. Wir müssen noch einmal umsteigen und sind schließlich beim Museumsquartier, wo wir uns dann erst einmal verabschieden - wir vereinbaren noch, daß wir uns gegen 13 Uhr zum Mittagessen wieder treffen, Herr Steppenhund geht ins Büro, und ich begebe mich auf Exkursion durch den 1. Bezirk (also die Innenstadt). Eine Fahrkarte habe ich ja, aber ich liebe es eigentlich, erst einmal herumzulaufen und einfach den Blick schweifen zu lassen. Es fängt zwischendurch zwar auch mal ein wenig an zu tröpfeln, aber das macht nichts.

Elefant

Ich schlendere vom Museumsquartier, dessen Hof ich durchquert habe Richtung Zentrum und lasse einfach den Blick schweifen.

Kirche hinter Bäumen

In Wien darf natürlich auch ein Fiaker nicht fehlen:

Fiaker

Ich bewege mich ganz gemütlich weiter...

Denkmal

Figuren

Figuren

Figuren

Kuppeldach

... und lande schließlich am Donaukanal, wo mir das hier ins Auge springt (für die Einheimischen nichts besonderes, für den Besucher aber amüsant):

Misttelefon

Aber auch sehr ernste Dinge gibt es zu bestaunen...

Gestapo-Gedenktafel

... in der Tat - wir dürfen das niemals vergessen (um so wichtiger ist es, den aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland entschieden entgegenzuwirken, aber das nur am Rande).

Kirche

Da es inzwischen auf halb eins zugeht frage ich eine Dame, wie ich denn wohl wieder zum Museumsquartier komme - und sie antwortet prompt "Da brauchen Sie eine U-Bahn". "Nein, ich bin ja auch von dort zu Fuß hierhergekommen - auch wenn ich wohl einen ganz schönen Bogen geschlagen habe." erwidere ich höflich, aber bestimmt, und ernte zunächst einen verdutzten Blick, aber dan weist sie mir schließlich doch den richtigen Weg und meint noch, daß es aber gute zwanzig Minuten über den Ring dauern könnte.

Figuren

Figuren

Ich rufe also kurz an, gebe meine Position durch und begebe mich dann auf den Weg zum Büro.

Denkmal

Praktischerweise befindet sich bei Herr Steppenhunds Büro im gleichen Gebäude ein sehr nettes Bistro, wo wir dann das Mittagessen gemeinsam verbringen. Hier fällt mir zum ersten Mal auf, daß man ja in Österreich im Lokal rauchen darf - potzblitz!

Auf einen Kaffee und eine Demonstration eines sehr speziellen Produktes, das es so woanders nicht gibt gehe ich nach dem Essen noch mit in die Firma, die sich in einem sehr schönen alten Gebäue befindet, und lasse den Gastgeber anschließend noch ein wenig arbeiten und begebe mich auf Teil zwei meines Erkundungsganges, von dem ich Euch dann im nächsten Teil berichten werde.

Dienstag, 23. Juni 2009

Woran man merkt, daß es Sommer ist (001)

Zum Abendessen nicht im, sondern vorm Café Klatsch sitzen, das obligatorische alkoholfreie Weißbier und dazu eine Spargel-Nudelpfanne. So kann es von mir aus bleiben, das Wetter (Nadine, ich hatte Recht mit meinem Optimismus :-)).

72 Stunden Wien - Teil 2

Dienstag, 9. Juni

Um halb acht bin ich wieder wach. Nach der ersten Etappe gestern habe ich hervorragend geschlafen, wenn auch eigentlich - aber das ist ja schon beinahe normal - zu kurz. Gegen 9 Uhr sitze ich beim Frühstück, das ich ausgiebig zelebriere, gehe anschließend noch kurz zur Donau herüber, die Morgenzigarette rauchen, zahle meine Rechnung und lade wieder auf. Gegen 10:30 setze ich meinen Weg fort - kurz später wieder das notwendige Nachzurren der Spanngurte, und eine Dreiviertelstunde später habe ich die Grenze nach Österreich überquert. Ich tanke noch einmal voll (und freue mich über 20 Cent niedrigere Preise pro Liter), und ab jetzt gibt es Spaß pur. Bis Zwettl - dem nächsten Wegpunkt auf meiner Route - fahre ich durch, genieße die herrliche Landschaft und die Kurven. Das ganze diesmal bei herrlichem Wetter, die Sonne meint es gut. Hier lege ich eine kurze Mittahspause ein (shame on me - bei einer Burger-Kette... aber das sehe ich immer ganz pragmatisch, wenn ich vorankommen will und nicht allzuviel Zeit mit den Mahlzeiten vertrödeln möchte), orientiere mich noch einmal kurz auf der Karte, dann geht es - nach der Empfehlung des Gastgebers - weiter Richtung Krems, wo der nächste Tankstop inklusive Cola und Zigarette ansteht. Die nächste Orientierungspause lege ich dann in St. Pölten ein, von wo aus es dann südlich der Autobahn Richtung Osten weitergeht. Die schöne Landschaft nimmt einfach kein Ende, das Fahren macht einen Heidenspaß, und nach noch einer weiteren kurzen Pause zwecks Blasenentleerung bin ich dann schließlich etwa um 18 Uhr kurz vorm Ziel und melde mich telefonisch beim Steppenhund für die Koordinaten zum "Landeanflug". Da ich jedoch zu früh dran bin - er ist noch im Büro, und Frau Columbo ist gerade einkaufen gegangen - halte ich mich zunächst noch ein wenig im Ort auf, gehe ein wenig spazieren, halte zwischendurch einen netten Plausch mit einem Käfer-Fahrer, der mich gebeten hat die KLE ein wenig zur Seite zu fahren, damit er sein Schmuckstück vor der Kirche auf seinem Spezialparkplatz (zwar vor einer Einfahrt, aber der Oldie ist ja schmal genug, daß man dort noch herausfahren kann) abstellen kann. Wir fachsimpeln noch ein wenig über die geniale Technik - mein erstes Auto war auch ein 1300er, sogar in der gleichen Farbe, und heutzutage gibt es so etwas ja gar nicht mehr, der ganze elektronische Schnickschnack in den neuen Autos... schließlich fahre ich weiter zum Ziel, und kurze Zeit später biegt auch der Herr Steppenhund mit dem Taxi um die Ecke und empfängt mich herzlich. Er hatte noch gar nicht so früh mit mir gerechnet... wir betreten das Anwesen durch die Hintertür, Frau Columbo ist inzwischen auch wieder da, und nach herzlicher Begrüßung und erst einmal einem Kaffee und einem Glas Wasser muß ich mich dann erst einmal aus den Motorradsachen schälen und ein wenig frisch machen - sieben Stunden fahren gehen dann doch nicht spurlos an einem vorbei.
Nachdem der Hund des Hauses anfangs natürlich erst einmal das Revier verteidigen und ein wenig bellen mußte, hat er sich anscheinend nach meiner Dusche schon an meine Anwesenheit gewöhnt :-))) Das ist ein ganz lieber - aber er paßt auf.

Wir beschließen den Abend mit leckerem Käse (unter Anderem einem Käse mit Cointreau - ausgezeichnet!) vom Naschmarkt im Garten und gehen anschließen noch eine Runde mit ihm Gassi, die Weinberge hoch, von wo aus man einen herrlichen Blick über die Stadt hat - leider hatte ich die Kamera nicht dabei, also gibt es Bilder dann erst ab Teil 3, der Morgen folgen wird (falls mir jemand erklären kann, warum ich Audio-Dateien und Bilder neuerdings im ASCII-Mode auf meine Domain übertragen muß - eigentlich ist das vollkommen widersinnig, aber bei binary bleibt ftp einfach hängen - dann nur zu... man muß es nicht verstehen).

Wir verabreden uns für etwa 8 Uhr zum Frühstück, denn der Gastgeber hat morgen noch einen Arbeitstag vor sich und wird mich mit in die Stadt nehmen, und ich falle schließlich recht müde ins Bett.

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