Sonntag, 3. Oktober 2010

Die Elektronik begeht Selbstmord

Bald werden auch die iPhones nicht länger ertragen, wozu man sie benutzt: Biertrink-Apps? Wasserwaagen? Flöten? Ich bin ein Handy, werden sie rufen, bis ein schönes Spinnennetz aus Haarrissen ihre Multitouch-Screens ziert. CD-Brenner werden wütende Drohbotschaften in den Scheiß löten, den sie vervielfältigen sollen. Fernbedienungen werden sich selbst in die Luft sprengen, sobald jemand die Tasten gewisser Privatsender betätigt.

Harriet Köhler in Musikexpress 10/10.

Da ist was dran. So ein iPod hat ja schließlich auch eine Seele, letztendlich ist er ja nichts anderes als ein - wenn auch hochspezialisierter - Computer, und so wie Rex Gildo des Kommerz' überdrüssig aus dem Fenster stürzte, so ertränkt sich der arme iPod dann eben in der Toilette wenn er allzulange permanent gezwungen wird, irgendeinen Charts-Dreck abzunudeln... Der Fernseher implodiert beim Versuch der Hausfrau, die Nachmittags-Gerichtsshow zu sehen. Fehlt nur noch, daß das Auto auf dem Weg zu "Geiz und Blöd" einen Kolbenfresser kriegt...

Samstag, 2. Oktober 2010

Neues aus der Firma Virtualmono

1:30: Der Chef legt sich hin
6:30: Der Chef steht wieder auf
6:50: Der Chef geht ins Bad
7:35: Der Chef legt sich wieder hin
10:04: Der Chef wird von Frau M. geweckt
11:47: Der Chef fängt auch endlich an zu arbeiten
13:30: Der Chef macht Mittag
16:00: Der Chef erklärt Frau M. nochmal die Geschichte mit der optimalen Frequenzverteilung und macht Feierabend

Freitag, 1. Oktober 2010

Gewalt ist Scheiße...

... aber das scheint ja weder unsere Politiker noch unsere Polizei zu interessieren, im Gegenteil.

Wer noch einen Rest Vertrauen dazu hat, daß wir ja in einem "funktionierenden Rechtsstaat" leben, der lese sich bitte ganz schnell diesen Beitrag von fefe durch - ich bin sicher, danach ist die Sicht auf die Dinge geradegerückt.

Update: Wieder einmal sehr treffend auch der Kommentar vom Blödbabbler dazu.

Nachricht vom Chef

Im Zuge der langsam endlich greifenden Sparmaßnahmen werden alle Mitarbeiter hiermit aufgefordert, ihre Firmenmobiltelefone gefälligst zuhause aufzuladen. Auch die Notebooks sind ab sofort über Nacht zuhause aufzuladen und am Arbeitsplatz mit Akku zu betreiben.

Strom ist teuer. Sie wollen doch schließlich nicht ihren Arbeitsplatz gefährden, indem sie die Firma durch eine horrende Stromrechnung in den Ruin treiben, oder?

Donnerstag, 30. September 2010

Scheiß auf den Regen...

... heute ist ein Motorrad-Tag - ich bin ja schließlich nicht aus Zucker ;-)

Mittwoch, 29. September 2010

Ungeduld und Perfektionismus

Ungeduld und Perfektionismus gehören zu den größten Feinden des Glücks, habe ich mir sagen lassen. Nun, irgendwie vereine ich diese beiden (Un-)Tugenden in nahezu perfekter Vollendung in mir, auch wenn sie sich zunächst anscheinend widersprechen. Ich hasse es, auf irgendetwas warten zu müssen, sei es eine Lieferung, den Rechner, jemanden der sich unangekündigt verspätet...
Meinen Perfektionismus habe ich an sich immer als eine meiner wichtigsten Charaktereigenschaften angesehen. Es hat schon seinen Grund, warum es klingt wie es klingt wenn ich derjenige war, der am Ende noch einmal Hand an einen Mix angelegt hat und den als "fertig" bezeichne. Das so manchem eigene "huddel huddel, schnell schnell" war mir schon immer ein Greuel, es gibt einfach Dinge, bei denen das gar nicht geht und unter Umständen sogar Menschenleben gefährdet (z.B. Flugzeugwartung). Allenfalls in der Kunst, wo eine gewisse Rohheit ja durchaus als Stilmittel durchgeht kann ich Sätze wie "Ach, da kann man so herrlich pfuschen und es wird trotzdem geil" durchgehen lassen.

Warum ist also der Perfektionismus ein Feind des Glücks? Ganz einfach: Weil im Extremfall, wenn man es so richtig auf die Spitze treibt, einfach nie etwas "fertig" wird. An einem bestimmten Punkt muß man es dann auch einfach mal gut sein lassen, da gäbe es dann zwar vielleicht noch hie und da etwas zu verbessern, aber der Aufwand steht einfach in keinem Verhältnis mehr zur marginalen Veränderung des Ergebnisses, welche 99% der Rezipienten sowieso nicht mehr wahrzunehmen überhaupt in der Lage sind (es läuft ja - glücklicherweise - nicht jeder mit einem Gehör wie meinem herum). Zum Glück nehme ich solche Ratschläge ab und zu dann auch mal an und denke darüber nach, denn ich bin ja lernfähig und habe gerade momentan ein Phase, in der ich fast täglich dazulerne, und zwar in Bereichen, die ich vorher vorwiegend unter "ferner liefen" eingeordnet bzw. für nicht weiter beschäftigungswürdig gehalten habe - und ich finde es einfach toll :-)

Und an der Ungeduld werde ich auch arbeiten.

Dienstag, 28. September 2010

Zitat des Monats

Als Mann konnte man gar nicht anders, als sich in sie zu verlieben, und ich glaube, ich tat es sofort.

Leonard Woolf, aus "Mein Leben mit Virginia", 1988

Samstag, 25. September 2010

Sie ist...

... meine Muse, meine Inspiration und Motivation - mehr kann man sich kaum erhoffen :-)))

Freitag, 24. September 2010

Zu blöd aber auch

Gefühle kann man - im Gegensatz zu Gedanken - eben nicht einfach so ausknipsen wie elektrisches Licht... und so kommt es dann eben zu so manch schlafloser Nacht, an der nicht unbedingt nur der Vollmond Schuld ist (wenn er auch das Einschlafen nicht unbedingt erleichtert).

Déjà vu - das erinnert mich komplett, aber wirklich komplett an die Situation vor 10 Jahren, nur daß die Parameter diesmal ein ganz klein wenig anders sind (eigentlich aber noch komplizierter). Egal, da muß ich dann jetzt wohl durch ;-)

Scherben bringen Glück

Normalerweise ist das mit dem Glas zerbrechen ja eher so ein Frauending. Die S. hat es spielend geschafft, pro Woche mindestens eins von den guten Rosenthal-Gläsern zu zerdeppern und dann beim M. auf der Berger Straße wieder nachzukaufen - auf die Dauer kein billiges Vergnügen...

Heute Abend allerdings war ich dann mal der Trottel. Jahrelang geht einem überhaupt nichts kaputt, und dann, ausgerechnet wenn man liebe Gäste im Haus hat benimmt man sich wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen: Zuerst stoße ich in der Küche mit dem Fuß eine Mineralwasserflasche um, die natürlich sofort geradezu explodiert - kehren und feudeln die Erste... und als ich den Damen dann nach dem Essen einen Kaffee gemacht habe und den Zucker aus dem Schrank nehme fällt auch noch ein wohl etwas unglücklich zu nahe am vorderen Rand stehendes Glas mit Nuß-Nougat-Creme heraus - kehren und feudeln die Zweite.

Aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch - wer wird sich schon von ein wenig zerborstenem Glas die Laune verderben lassen, nee nee nee... Frau Rosmarin hat anschließend noch eine zauberhafte Nachspeise bereitet, und wir haben noch ein wenig in die selbstgemachten Live-BlueRays reingeschaut, und ratzfatz war es auch schon wieder Mitternacht - immer wieder erstaunlich, wie schnell einem die Zeit in so netter Gesellschaft vergeht...

... und jetzt warte ich auf das Glück, das die Scherben bringen sollen. Nein, eigentlich warte ich nicht - das größte Glück habe ich ja längst gefunden.

Update: Schon wieder ein Grund zum Feiern - das hier ist das 750. Posting ;-)

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