Web 3.0 - jetzt endlich ohne Hyperlinks!
Aus aktuellem Anlaß - genauer gesagt wegen des folgenden Passus aus einer Entscheidung des LG Karlsruhe - habe ich die beiden Einträge zum Thema Internetzensur offline genommen, bis dieser Blödsinn diese weise Entscheidung von einer höheren Instanz aufgehoben wird. Gänzlich habe ich das Vertrauen in den Rechtsstaat nämlich noch nicht verloren, obgleich derart "kompetente" Urteile dieses nicht gerade zu stärken vermögen. Augenblicklich darf man nämlich überhaupt keine Links mehr setzen, ohne dabei gleich kriminalisiert zu werden:
Strafbar könne sich der Betreiber einer Website bereits dadurch machen, dass er einen gezielten Link auf eine Internetseite mit derartigen Inhalten setzt und sich diese zu einem eigenen Inhalt macht. Aufgrund der netzartigen Struktur des World Wide Web sei "jeder einzelne Link (…) kausal für die Verbreitung krimineller Inhalte, auch wenn diese erst über eine Kette von Links anderer Anbieter erreichbar sind".
Im Klartext bedeutet das, daß ich noch nicht einmal das Zitat ordnungsgemäß zum Bericht bei Heise verlinken kann, da nach Auffassung des LG Karlsruhe bereits dadurch ein Straftatbestand erfüllt ist, da sich dort wiederum Links auf weitere Artikel bei Heise befinden, welche ihrerseits dann auf wikileaks verlinken, welche ja die umstrittenen Sperrlisten veröffentlicht haben. Genau genommen kann man also derzeit überhaupt keine Links mehr setzen, da sich an irgendeiner Stelle in der Verkettung durch weitere Links auf den jeweils verlinkten Seiten rein theoretisch auch ein Link auf irgendetwas Strafbares befinden könnte.
Weiteres bei Heise sowie im lawblog von Udo Vetter (bitte selbst heraussuchen, verlinken geht ja nicht mehr).
Eigentlich können wir das Internet ja dann auch gleich ganz abschalten, oder? (Diese Idee kommt von lanu, wo ich auch vom Heise-Artikel erfahren habe)
P.S.: Ich habe auch die Moderation externer Kommentare eingeschaltet - bitte daran denken, keine Links zu setzen, sondern alles umständlich zu umschreiben - ich kann schließlich nicht alle extern verlinkten Sites und deren weiterführende Links bis ins Unendliche überprüfen...
Strafbar könne sich der Betreiber einer Website bereits dadurch machen, dass er einen gezielten Link auf eine Internetseite mit derartigen Inhalten setzt und sich diese zu einem eigenen Inhalt macht. Aufgrund der netzartigen Struktur des World Wide Web sei "jeder einzelne Link (…) kausal für die Verbreitung krimineller Inhalte, auch wenn diese erst über eine Kette von Links anderer Anbieter erreichbar sind".
Im Klartext bedeutet das, daß ich noch nicht einmal das Zitat ordnungsgemäß zum Bericht bei Heise verlinken kann, da nach Auffassung des LG Karlsruhe bereits dadurch ein Straftatbestand erfüllt ist, da sich dort wiederum Links auf weitere Artikel bei Heise befinden, welche ihrerseits dann auf wikileaks verlinken, welche ja die umstrittenen Sperrlisten veröffentlicht haben. Genau genommen kann man also derzeit überhaupt keine Links mehr setzen, da sich an irgendeiner Stelle in der Verkettung durch weitere Links auf den jeweils verlinkten Seiten rein theoretisch auch ein Link auf irgendetwas Strafbares befinden könnte.
Weiteres bei Heise sowie im lawblog von Udo Vetter (bitte selbst heraussuchen, verlinken geht ja nicht mehr).
Eigentlich können wir das Internet ja dann auch gleich ganz abschalten, oder? (Diese Idee kommt von lanu, wo ich auch vom Heise-Artikel erfahren habe)
P.S.: Ich habe auch die Moderation externer Kommentare eingeschaltet - bitte daran denken, keine Links zu setzen, sondern alles umständlich zu umschreiben - ich kann schließlich nicht alle extern verlinkten Sites und deren weiterführende Links bis ins Unendliche überprüfen...
virtualmono - 31. Mär, 03:03
2140 mal gelesen