An der Blogbar...
... hat Don am Samstag ein interessantes Thema aufgebracht, nämlich "Was bringt Blogberühmtheit?"
Als - abschreckendes - Beispiel führt er den kurzfristigen Hype um Grup Tekkan an, die es 2006 über die Blogs zu Stefan Raab in die Sendung schafften.
Von der im Musikbusiness zwingend notwendigen Kontinuität ist auf ihrer Webseite (siehe oben) allerdings recht wenig zu bemerken. Die letzten "News" sind anscheinend von Juni 2006 oder früher (der letzte angekündigte Tour-Termin war der 30.6.2006), und die seitdem angekündigte zweite Single läßt wohl bislang auch auf sich warten.
Das wundert mich aber auch nicht weiter, denn ein Auftritt in TV Total scheint mir nicht unbedingt eine hundertprozentige Garantie für eine langfristig angelegte erfolgreiche Karriere zu sein - basiert doch augenscheinlich die ganze Sendung in erster Linie darauf, daß die Gäste sich durch den Kakao ziehen lassen und auf jeden Fall irgendwie "lustig" sind.
Hat vielleicht jemand in letzter Zeit etwas von den Ö La Palöma Boys gehört? Und auch unserer Freundin Verna blieb ein vergleichbares Schicksal nicht erspart - wir hatten sie damals schon vorher gewarnt, daß sie mit "Ich liebe Deutsche Land" dann wohl ein für allemal auf diese Schiene festgelegt wäre und keinesfalls ihrer eigentlichen Passion - Gospel und Soul - dadurch kommerziell irgendwie näherkommen würde, und genau so ist es dann ja auch gekommen - aber ich habe es mittlerweile sowieso aufgegeben anzunehmen, daß in diesem Leben nochmal irgendwer auf das hören wird was ich so von mir gebe (wahrscheinlich muß ich damit bis zum nächsten Leben warten).
Was lernen wir daraus?
1) Sicher - mit sehr sehr viel Glück kann man vielleicht über das Internet "entdeckt" werden, aber alleine das ist angesichts der Unmengen an Videos und Musiktiteln z.B. auf MySpace schon ungefähr so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto.
2) Das Ganze ist unabhängig vom sich eventuell oder auch nicht einstellenden Erfolg in erster Linie Arbeit - auch und gerade auch nach einem eventuellen kurzfristigen Hype. In diesem Fall dann nichts mehr nachzuliefern bringt einen schneller wieder in die Versenkung als man daraus hervorgekommen ist.
3) One word: Urheberrecht. Wenn sich Erfolg einstellt, dann sind im Regelfall auch sehr schnell Leute zur Stelle, die sich ein Stück vom Kuchen abschneidenn wollen, also sollte man ganz genau wissen was man tut. Bei Grup Tekkan gab es laut Wikipedia die Vermutung, daß Samples aus Music Maker verwendet worden wären - diese stellte sich dann aber als falsch heraus.
Wenn man aber schon mit Samples arbeitet, dann sollten die Rechte vor einer Veröffentlichung des Werkes geklärt sein, damit man sich nicht zu einem Zeitpunkt damit beschäftigen muß zu dem es eher angeraten wäre an einer neuen Produktion zu arbeiten.
Dasselbe gilt selbstredend auch für fremde Videosequenzen, "gefundene" Bilder, kurz: Für jegliches Material, an dem jemand anderes die Rechte besitzt. Wir wissen ja inzwischen alle, wie schnell so etwas hier draußen ins Auge gehen kann wenn jemand dreist fremden Content publiziert und sich einen feuchten Kehrricht um Urheberrechte schert, ja womöglich noch Kapital daraus schlägt (auch wenn das überhaupt keine Rolle spielt, so macht es die Sache moralisch dann um so verwerflicher).
4) Unabhängig davon lasse ich mir natürlich den Spaß am Musizieren nicht verderben. Vielleicht nehme ich sogar mal wieder ein paar neue Sachen auf, suche mir eventuell sogar ein passendes Netlabel um sie unters Volk zu werfen, denn ich weiß mittlerweile, daß ich eben nicht alles selbst machen kann. Aber ich mache mir keine Hoffnungen, daß ich mit meinem "Minderheitenprogramm" mal im Fernsehen landen und "berühmt" werden könnte... und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich angesichts oben angeführter Beispiele da auch gar nicht böse drum.
Edit: oops - Kommentare waren (vom Draft) versehentlich abgestellt...
Als - abschreckendes - Beispiel führt er den kurzfristigen Hype um Grup Tekkan an, die es 2006 über die Blogs zu Stefan Raab in die Sendung schafften.
Von der im Musikbusiness zwingend notwendigen Kontinuität ist auf ihrer Webseite (siehe oben) allerdings recht wenig zu bemerken. Die letzten "News" sind anscheinend von Juni 2006 oder früher (der letzte angekündigte Tour-Termin war der 30.6.2006), und die seitdem angekündigte zweite Single läßt wohl bislang auch auf sich warten.
Das wundert mich aber auch nicht weiter, denn ein Auftritt in TV Total scheint mir nicht unbedingt eine hundertprozentige Garantie für eine langfristig angelegte erfolgreiche Karriere zu sein - basiert doch augenscheinlich die ganze Sendung in erster Linie darauf, daß die Gäste sich durch den Kakao ziehen lassen und auf jeden Fall irgendwie "lustig" sind.
Hat vielleicht jemand in letzter Zeit etwas von den Ö La Palöma Boys gehört? Und auch unserer Freundin Verna blieb ein vergleichbares Schicksal nicht erspart - wir hatten sie damals schon vorher gewarnt, daß sie mit "Ich liebe Deutsche Land" dann wohl ein für allemal auf diese Schiene festgelegt wäre und keinesfalls ihrer eigentlichen Passion - Gospel und Soul - dadurch kommerziell irgendwie näherkommen würde, und genau so ist es dann ja auch gekommen - aber ich habe es mittlerweile sowieso aufgegeben anzunehmen, daß in diesem Leben nochmal irgendwer auf das hören wird was ich so von mir gebe (wahrscheinlich muß ich damit bis zum nächsten Leben warten).
Was lernen wir daraus?
1) Sicher - mit sehr sehr viel Glück kann man vielleicht über das Internet "entdeckt" werden, aber alleine das ist angesichts der Unmengen an Videos und Musiktiteln z.B. auf MySpace schon ungefähr so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto.
2) Das Ganze ist unabhängig vom sich eventuell oder auch nicht einstellenden Erfolg in erster Linie Arbeit - auch und gerade auch nach einem eventuellen kurzfristigen Hype. In diesem Fall dann nichts mehr nachzuliefern bringt einen schneller wieder in die Versenkung als man daraus hervorgekommen ist.
3) One word: Urheberrecht. Wenn sich Erfolg einstellt, dann sind im Regelfall auch sehr schnell Leute zur Stelle, die sich ein Stück vom Kuchen abschneidenn wollen, also sollte man ganz genau wissen was man tut. Bei Grup Tekkan gab es laut Wikipedia die Vermutung, daß Samples aus Music Maker verwendet worden wären - diese stellte sich dann aber als falsch heraus.
Wenn man aber schon mit Samples arbeitet, dann sollten die Rechte vor einer Veröffentlichung des Werkes geklärt sein, damit man sich nicht zu einem Zeitpunkt damit beschäftigen muß zu dem es eher angeraten wäre an einer neuen Produktion zu arbeiten.
Dasselbe gilt selbstredend auch für fremde Videosequenzen, "gefundene" Bilder, kurz: Für jegliches Material, an dem jemand anderes die Rechte besitzt. Wir wissen ja inzwischen alle, wie schnell so etwas hier draußen ins Auge gehen kann wenn jemand dreist fremden Content publiziert und sich einen feuchten Kehrricht um Urheberrechte schert, ja womöglich noch Kapital daraus schlägt (auch wenn das überhaupt keine Rolle spielt, so macht es die Sache moralisch dann um so verwerflicher).
4) Unabhängig davon lasse ich mir natürlich den Spaß am Musizieren nicht verderben. Vielleicht nehme ich sogar mal wieder ein paar neue Sachen auf, suche mir eventuell sogar ein passendes Netlabel um sie unters Volk zu werfen, denn ich weiß mittlerweile, daß ich eben nicht alles selbst machen kann. Aber ich mache mir keine Hoffnungen, daß ich mit meinem "Minderheitenprogramm" mal im Fernsehen landen und "berühmt" werden könnte... und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich angesichts oben angeführter Beispiele da auch gar nicht böse drum.
Edit: oops - Kommentare waren (vom Draft) versehentlich abgestellt...
virtualmono - 8. Jan, 23:44
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